Flexibler Umgang mit Brüchen: Empirische Erhebung by Andrea Schink
By Andrea Schink
Der Umgang mit Brüchen erfordert das Herstellen und Strukturieren von Zusammenhängen zwischen Teil, Anteil und Ganzem. Diese drei Komponenten müssen dabei als Dreiheit gesehen werden.
Andrea Schink zeigt die Vielfalt individueller Strukturierungen zu Teil, Anteil und Ganzem auf. Aus der empirischen examine von Bearbeitungsprozessen und -produkten von Lernenden entwickelt sie das Konzept eines flexiblen Umgangs mit Brüchen.
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B. Kreis oder Rechteck) Von diesem Ganzen wird ein Anteil betrachtet: Dieser entspricht hier 2/3 vom Ganzen. Den Teil erhält man, indem man sich das Ganze in drei gleich große Stücke geteilt vorstellt, von denen man zwei nimmt: Zwei von drei Teilen entsprechen dem Anteil 2/3 vom Ganzen. Das Ganze ergibt sich als Vereinigung des zu 2/3 gehörigen Teils und dem Rest, der in diesem Fall 1/3 ist. Diese Grundvorstellung ist sehr wichtig, allerdings lassen sich in empirischen Studien Hinweise für die Gefahr einer einseitigen Fokussierung auf den Teil eines Ganzen finden (z.
So kann z. B. die Operation des Dividierens konkret als Verteilungsvorgang interpretiert und inhaltlich gelöst werden. Umgekehrt kann eine Verteilungssituation mathematisch durch eine Division beschrieben werden. Darüber hinaus werden durch Grundvorstellungen „(visuelle) Repräsentationen“ (vom Hofe 1995, S. ). Grundvorstellungen selbst können dabei in unterschiedlicher Weise repräsentiert sein: so z. B. als konkrete Situationen, abstrakt oder auch graphisch (Bender 1991, S. , siehe auch Prediger 2008a, S.
1985, Greer 1987, Bell et al. 1989, Wartha 2007, Prediger 2009a und viele weitere). Diese Schicht ist für den Forschungsfokus der vorliegenden Arbeit im Hinblick auf die hier verorteten Annahmen über die Konsequenzen bestimmter Operationen auf Zusammenhänge zwischen Teil, Anteil und Ganzem wichtig: In Studien wird häufig festgestellt, dass Lernenden z. B. das Übersetzen von Textaufgaben in eine Rechnung Schwierigkeiten bereiten kann. So gibt es Hinweise darauf, dass die Vertrautheit mit dem Kontext, die Art der Zahlen, aber auch die Problemstruktur oder Signalwörter einen Einfluss auf den Lösungserfolg von Lernenden haben können (z.



