Umfrageforschung: Herausforderungen und Grenzen by Martin Weichbold, Johann Bacher, Christof Wolf

Umfrageforschung: Herausforderungen und Grenzen by Martin Weichbold, Johann Bacher, Christof Wolf

By Martin Weichbold, Johann Bacher, Christof Wolf

Am Umfang des Buches wird die Vielfalt der Herausforderungen fur die - frageforschung sichtbar, auch die abgehandelten Themen zeigen die Breite der Fragestellungen und geben einen Einblick in die aktuelle Diskussion und den Forschungsstand. Bereits im ersten Block Methodeneffekte wird eine zentrale Fragestellung angesprochen: Welchen Einfluss hat die Entscheidung fur eine bestimmte Befragungsform auf die Ergebnisse? Angesichts neuer Erhebungsformen (z. B. Onlinebefragungen) oder modifizierter Befragungsbedingungen hat diese Frage besondere Aktualitat. Die ersten beiden Beitrage greifen diese Thematik fur Telefonbefragungen, konkret fur die aktuelle Problematik von Mobilfunkbefragungen auf. Tino Schlinzig und Gotz Schneiderat gehen der Frage nach, wie sinkenden Ausschopfungsraten begegnet werden kann. - bei untersuchen sie die Teilnahmebereitschaft an Mobilfunkbefragungen und zeigen, dass eine Vorankundigung in line with SMS die Teilnahmebereitschaft erhohen kann. Zudem uberprufen sie die Praktikabilitat und die Effekte - nes neuen Auswahlverfahrens auf Haushaltsebene - der randomisierten - burtstagsauswahl - fur Festnetzbefragungen. Michael Hader, Mike Kuhne und Tino Schlinzig untersuchen Mode-Effekte bei Festnetz- und Mobilfu- befragungen anhand von Item-Nonresponse und Erinnerungsfragen und kommen zum Schluss, dass unter Berucksichtigung bestimmter Umstande beide Verfahren durchaus parallel eingesetzt werden konnen. Eine andere Methode stellt Julia Simonson vor, namlich die vor allem fur die Befragung von Kindern und Jugendlichen eingesetzte Klassenzimmerbefragung. - sondere Aufmerksamkeit schenkt die Autorin dabei Fragen der Datengute, konkret der Validitat und der sozialen Erwunschtheit beim Antwortverh- ten. Schliesslich beschaftigt sich Monika Taddicken in ihrem Beitrag mit - thodeneffekten von Web-Befragungen im Vergleich zu schriftlicher Bef- gung bzw. CATI

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Dies würde eine Identifikation des befragenden Instituts für die Kontaktierten erleichtern und eine Verweigerung ggf. begünstigen. Indikator im Fragebogen: Haben Sie vor dieser Befragung eine Ankündigungs-SMS erhalten, die über unsere Studie informiert? Einleitungstext der Hauptstudie über Festnetz: Guten Tag/Abend, mein Name ist . . Ich rufe von der Technischen Universität Dresden an. Die Universität führt eine wissenschaftliche Befragung zum Thema Telefoniergewohnheiten durch und Ihr Haushalt wurde dafür zufällig ausgewählt.

Ein gewisser Effekt geht vom Alter aus: Die NonResponserate steigt mit dem Alter an. Auch das Geschlecht zeigt eine Wirkung (Frauen beantworten die Fragen vollständiger). 4 Einstellungsfragen mit und ohne direkten inhaltlichen Bezug An dieser Stelle erscheint im Rahmen der Suche nach Mode-Effekten noch ein anderer Aspekt nennenswert. So könnte die im Moment der Befragung ausgeführte Tätigkeit – bei den Mobilfunkbefragungen das augenblickliche Handytelefonieren – einen Einfluss auf das Antwortverhalten haben, wenn sich der Gegenstand der Frage mehr oder weniger direkt auf eben diese Tätigkeit bezieht.

Wegen des Prinzips der Zufallsauswahl müsste ich diejenige Person in Ihrem Haushalt befragen, die als letztes bzw. MM. als letztes/ als nächstes Geburtstag hat und mind. 16 Jahre alt ist. Sind Sie das? Eine differenzierte Ausschöpfungsübersicht kann hier aus Platzgründen nicht gegeben werden. Die Ausschöpfung zur Vorstudie findet sich bei: Schneiderat & Schlinzig 2009 und zur Hauptstudie bei: Häder & Häder & Graeske & Kunz & Schneiderat 2009. Alle Telefonnummern ab Januar 2006 wurden zufällig geteilt (50% Last-Birthday/ 50% als letztes oder nächstes + randomisierte Geburtstage) und der Interviewerin beziehungsweise dem Interviewer mit dem Einleitungstext eingespielt.

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