Matrixstrukturen in multinationalen Unternehmen: by Mihael Adžić (auth.)
By Mihael Adžić (auth.)
Matrixstrukturen sind in multinationalen Unternehmen relativ weit verbreitet. Doch wurde die Frage, wie diese anspruchsvolle organisatorische Grundstruktur zur Steigerung des Erfolgs eingesetzt werden kann, bislang in der betriebswirtschaftlichen Forschung vernachlässigt.
Mihael Adzic zeigt die Eigenschaften einzelner Matrixvarianten auf und untersucht geeignete strategische Anwendungsfelder. Er weist die Existenz bestimmter Strategie-Struktur-Kombinationen nach und überprüft ihre Erfolgswirkung empirisch. Er identifiziert Erfolgsfaktoren und erarbeitet ein umfassendes empirisch fundiertes Instrumentarium zur erfolgreichen Anwendung der Matrixstruktur. Abschließend analysiert der Autor den Zusammenhang zwischen der formalen Organisationsstruktur und dem Ausmaß der informationellen Vernetzung. Dies impliziert die Frage nach der Evolution einer Matrixstruktur und verknüpft die klassische Strategie-Struktur-Forschung mit der Forschung zu Netzwerken.
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Eine unterschiedliche „Strategische Orientierung"^"^) aufweisen. Zu denken ist etwa a) an die zwei nebeneinander existierenden Hierarchiesysteme (je nach „Spielart" der Matrixstruktur Funktionalhierarchie vs. Produktspartenhierarchie vs. Regionalspartenhierarchie) sowie b) an die Unterschiedlichkeit der innerhalb dieser Hierarchien parallel zueinander bestehenden einzelnen Funktionsbereiche, Produktsparten oder Regionalsparten. Im Kontext lose gekoppelter Systeme diirfte dabei insbesondere die erstgenannte Art der Ausdifferenzierung von Teileinheiten bedeutsam sein, da ein Kemproblem von Matrixstrukturen darin besteht, die Teileinheiten unterschiedlicher Hierarchiesysteme aufeinander abzustimmen.
G. 1963, S. 1 ff. ''^ Vgl. Thompson, J. D. 1967, S. ; Lawrence, P. R, Lorsch, J. W. 1967, S. ; Duncan, R. B. 1974, S. 701 ff '-^ Vgl. Shannon, C. , Weaver, W. 1949, S. 18 ff. '-^ Vgl. Wolf, J. 2000, S. 42 f. ''^ Vgl. Wittmann, W. 1959, S. 14; Wittmann, W. 1980, Sp. 894; Berthel, J. 1992, Sp. 872; Wolf, J. 45. ''^ Vgl. Tushman, M. , Nadler, D. A. 1978, S. 614: Wolf, J. 2000, S. 45. ''•^ Vgl. Wolf, J. 2000, S. 45. '^° Vgl. Scholl, W. 1992, Sp. 901; Wolf, J. 2000, S. 46 f. *^' Vgl. , Franck, E. 1992, Sp.
202. 1 Informationsverarbeitungsansatz als theoretisches Hintergrundkonzept Der Informationsverarbeitungsansatz hat sich im Rahmen der Management- und Organisationsforschung als theoretisches Hintergrundkonzept etabliert und erfreut sich in der empirischen Forschung einer anhaltenden Beliebtheit/^^ Seine Starke liegt insbesondere darin, dass er als Linse genutzt werden kann, welche eine konzise Betrachtung verschiedenartiger Phanomene wie „Strategie" und „Organisationsstruktur" ermoglicht. Durch die Charakterisierung von Strategien anhand ihrer spezifischen Informationsverarbeitungsbedarfe und die Beschreibung von Organisationsstrukturen anhand ihrer spezifischen Informationsverarbeitungskapazitaten lassen sich Zusammenhangsvermutungen ableiten, welche durch eine tragfahige intellektuelle Brucke gestutzt werden.



