Heikle Fragen in Interviews: Eine Validierung der Randomized by Felix Wolter
By Felix Wolter
Felix Wolter untersucht die Problematik sogenannter heikler Fragen in Survey-Interviews und damit ein Thema, das die Surveymethodologie seit den 1930er Jahren beschäftigt. Konkret geht es um die „Randomized Response-Technik“ (RRT), einen innovativen Vorschlag zur Vermeidung von Antwortverzerrungen bei sensiblen Fragen. Der textual content gibt im ersten Teil einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zum Thema heikle Fragen sowie der RRT und erörtert handlungstheoretische Erklärungsangebote zur Erklärung des Befragtenverhaltens. Im zweiten Teil präsentiert der Autor empirische Analysen einer experimentellen Validierungsstudie, in der die Antworten von Befragten auf heikle Fragen mit extern validierten wahren Werten verglichen werden. Dabei ist vor allem die Frage entscheidend, wie intestine die RRT im Vergleich zur konventionellen, direkten Befragung im Interview abschneidet.
Read or Download Heikle Fragen in Interviews: Eine Validierung der Randomized Response-Technik PDF
Best german_14 books
Der Sprach- und Schriftverkehr der Wirtschaft
Dia nachstehende Darstellung der Sprachanwendung im Wirtschaftsverkehr will nicht in Wettbewerb treten mit den herkömmlichen Lehrbüchern des Handelsbriefwechsels, die alle denkbaren Geschäftsvorfälle in Musterbriefen zur Einübung und Nachahmung vorführen. Vielmehr setzt sie die Kenntnis der dem Sprachverkehr und Schriftwechsel des Wirtschaftslebens zugrunde liegenden Geschäftsvorgänge und ihrer betriebswirtschaftlichen Gesetze als bekannt voraus und baut ihre Lehrsätze auf dieser Grundlage auf.
Dokumentenlogistik: Theorie und Praxis
Dokumentenlogistik ist ein oftmals unterschätzter Bereich unternehmerischer Abläufe im Dienstleistungsgewerbe: die Leistungsfähigkeit des again place of work ist nahezu unsichtbar, aber umso reichhaltiger. Es ist an der Zeit, diese brachliegenden Potenziale zu heben. Der rechtliche Rahmen dafür ist vorhanden, die technischen Möglichkeiten sind seit Jahren ausgereift.
- Das politische System Italiens: Eine Einführung (German Edition)
- Erfolgreiches Suchmaschinen-Marketing: Wie Sie bei Google, Yahoo, MSN & Co. ganz nach oben kommen (German Edition)
- Markenwert und Markenidentität komplexer Handelsleistungen: Konzeption und Analyse am Beispiel der Betriebsformenmarke Warenhaus, 1st Edition
- Europäisches Arbeitsrecht
Extra resources for Heikle Fragen in Interviews: Eine Validierung der Randomized Response-Technik
Sample text
Quelle: Eigene Darstellung. 2 Überblick über die „Social Desirability“-Forschung 51 Zunächst zu zwei Metaanalysen, die allerdings nicht aus dem genuin soziologischen Bereich stammen. Moorman und Podsakoff (1992) führen eine Metaanalyse von 33 Studien zu SD-Effekten durch. Sämtliche Studien beziehen sich allerdings nur auf die SD-Neigung, wobei deren Messung in den meisten Studien durch die CM-Skala erfolgte. Die abhängigen Variablen sind meist Einstellungen und Persönlichkeitsmerkmale, die in der Organisations- und Personalforschung eine Rolle spielen.
Befragte stehen bei der Beantwortung von heiklen Fragen immer vor mehreren Handlungsalternativen ( = Antwortreaktionen, im stilisierten Beispiel „Antwortverweigerung“, „Wahrheit“ oder „Lügen“), wobei die Realisierung des Nutzens einer Handlungsalternative immer den Verzicht auf den – im Dilemma etwa gleich bewerteten – Nutzen einer alternativen Handlung bedeutet. Wenn ein Befragter sich „entscheidet“, nicht wahrheitsgemäß zu antworten, entgeht ihm damit sicher der Nutzen einer wahren Antwort. Diese grundsätzliche Feststellung ist wichtig und wird unten im Theoriekapitel noch ausführlich behandelt werden.
Wie bereits oben erwähnt ist Stockés Kernaussage, dass die 52 2 Heikle Fragen in Interviews inkonsistente Befundlage der SD-Forschung u. a. ). Anzunehmen sei jedoch, dass die beiden Effekte nur interagierend wirken, da beide Komponenten positiv ausgeprägt sein müssen, um einen Anreiz für eine Antworteditierung darzustellen. Dieses Argument lässt sich mit Rational Choice-Theorien des Befragtenverhaltens auch theoretisch verankern (Esser 1986, 1991, mehr dazu in Kapitel 3). Zwei weitere Hypothesen beschreiben zusätzliche Bedingungen, die – so Stocké – erfüllt sein müssen, damit es zu SD-motivierten Antworteditierungen kommt.



