Gewalt und Ästhetik: Zur Gewalt und ihrer Darstellung in der by Bernd Seidensticker, Martin Vöhler

Gewalt und Ästhetik: Zur Gewalt und ihrer Darstellung in der by Bernd Seidensticker, Martin Vöhler

By Bernd Seidensticker, Martin Vöhler

Violence and the kinds of its illustration are a protracted overlooked important part of Classical Greece. After reviewing the historical past of the fifth century BC with its extensive event of violence, the reviews during this quantity research the stress among violence and aesthetics within the fields of delusion, cult, and literature with specific connection with tragedy and visible paintings.

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Nderten sich die Machtverhältnisse, waren, wie die zahlreichen Bürgerkriege der Zeit zeigen, die Schutzmaßregeln häufig nicht mehr viel wert. Platon hat vielleicht als erster der Erkenntnis den Weg gebahnt, daß die Lösung des Problems nicht in der Erfindung neuer, wirksamerer Schutzmaßregeln liegen konnte, sondern in der Entschärfung des Explosivstoffs. Sein Idealstaatsentwurf in der Politeia kommt daher gänzlich ohne politische Institutionen im engeren Sinne aus und vertraut statt dessen auf eine Erziehung, die die moralische und intellektuelle Kompetenz der Elite revolutionieren sollte.

155–79, bes. 156–60; Kallet (2003) [Anm. 17], S. 137– 42. 58 Thuk. 2,37,1. 60 Ich denke, man muß diese Aussage noch verschärfen: Die Griechen haben fast überall nur (zumindest relative) Ungleichheit wahrgenommen, d. h. ; fast allen naturrechtlichen Aussagen liegt daher bereits die Annahme einer (zumindest relativen) Ungleichheit voraus; eine selbstverständliche Ungleichheit erscheint in den Texten geradezu als Gemeinplatz. Glaukons Analyse ist also zutreffend: Die Gleichheit, die allenfalls eine regulative Idee, nicht jedoch einen Wert an sich darstellt, muß herbeigezwungen werden.

In: Detienne/Vernant (1979) [Anm. 1], S. 133–57, sowie Pierre Lévêque: Bêtes, dieux et hommes, Paris 1985. 30 Egon Flaig lichen Ordnung und der bedrohenden Natur auf gewaltsame und blutige Weise. Aber die differenzierende Potenz der Jagd war weitaus geringer als jene des Opfers. Niemals gewann die Jagd bei den Griechen jene symbolische Bedeutung eines Kampfes der Zivilisation gegen die Wildnis wie im europäischen Mittelalter. Und schon gar nicht wird ihr jener enorme Aufwand an Semiotik zuteil, welchen die Römer in der Arena einsetzten, um den Kampf gegen die tierische Wildnis in einen gigantischen symbolischen Kontext zu bringen.

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