Thermodynamik: Eine Einführung in die Grundlagen und ihre by Hans Dieter Baehr

Thermodynamik: Eine Einführung in die Grundlagen und ihre by Hans Dieter Baehr

By Hans Dieter Baehr

Dieses Buch ist aus meinen Vorlesungen an der Technischen Univer­ sität Berlin entstanden. Es ist ein Lehrbuch für Studenten zum Ge­ brauch neben und nach den Vorlesungen. Es dürfte auch allen Inge­ nieuren nützlich sein, die sich um ein Verständnis der Grundlagen der Thermodynamik bemühen. Grundlagen und technische Anwendungen der Thermodynamik werden etwa in dem Umfang behandelt, wie es an Technischen Hochschulen in einer Vorlesung über zwei Semester üblich ist. Auf einigen Gebieten wurde die Darstellung durch die Aufnahme von Themen abgerundet, deren Behandlung nicht Aufgabe einer einführen­ den Grundvorlesung ist; sie sollen dem Studenten weitere Anwendungen der Thermodynamik zeigen und ihm Anregungen zu vertiefenden Studien geben. Bekanntlich rechnet guy die Thermodynamik wegen der Eigenart ihrer Begriffsbildung und wegen der ihr eigentümlichen Methodik zu den schwierigeren Gebieten der Physik, die sich besonders dem An­ fänger nicht ohne Mühe erschließen. guy hat häufig versucht, diese Schwierigkeiten dadurch zu umgehen, daß guy die Darstellung der all­ gemeinen Grundlagen eng mit den technischen Anwendungen verknüpft.

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Vielmehr sind alle Folgerungen, die man aus dem zweiten Hauptsatz ziehen kann, und die von der Natur ausnahmslos bestätigt werden, als Beweise anzusehen. Ein einziges Experiment, das zu einem Widerspruch zum 2. Hauptsatz führt, würde diesen umstoßen. Ein solches ist jedoch bis heute nicht ausgeführt worden. Aus der hier gegebenen sehr einfachen, fast selbstverständlichen Formulierung des 2. Hauptsatzes werden wir Schlüsse ziehen, die sich für die Prozesse der Technik als sehr folgenreich und bedeutsam erweisen werden.

Diese Wechselwirkung zwischen dem System und seiner Umgebung tritt an der Stelle auf, wo die Systemgrenze die Welle schneidet. Hier greifen Schubspannungen an, und dem System wird an der Schnittfläche als einem bewegten, nämlich rotierenden Teil der Systemgrenze Energie zugeführt, die wir als Wellenarbeit bezeichnen. 7. 8.

6) pv = RT benutzen. 26 1. Allgemeine Grundlagen Gase, die GI. (1. 6) streng befolgen, nennt man ideale oder vollkommene Gase. Diese gibt es in Wirklichkeit nicht, weil GI. 6) nur für p --+ 0 als Grenzgesetz erfüllt ist. Trotzdem kann man viele reale Gase bis zu mäßig hohen Drücken in guter Näherung wie ideale Gase behandeln und mit der einfachen GI. 6) rechnen. Wir dürfen dabei jedoch nicht vergessen, daß diese Beziehung kein allgemein gültiges Gesetz ist, sondern nur den Ausdruck darstellt, den die thermische Zustandsgleichung beim Grenzübergang zu verschwindend kleinen Drücken annimmt.

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