Shopping Malls: InterdisziplinÄre Betrachtungen eines neuen by Jan Wehrheim (auth.), Jan Wehrheim (eds.)
By Jan Wehrheim (auth.), Jan Wehrheim (eds.)
Shopping department shops verbreiten sich massiv. Herrschten lange Zeit suburbane Standorte auf der „Grünen Wiese“ vor, so geht der pattern mittlerweile in die Innenstädte. Ihre Betreiber treten mit dem Anspruch an, die Stadtzentren zu revitalisieren oder gar eine neue Mitte zu schaffen. buying department stores sind dabei nicht nur Orte des Konsums. Gerade über die Integration weiterer städtischer Funktionen werden sie sozial bedeutungsvolle Orte. Als eigentumsrechtlich inner most Räume werden department stores kontrovers diskutiert. Mal gelten sie als Inbegriff des Verfalls des öffentlichen Raums, mal hingegen als likelihood für Stadtentwicklung oder als schlichter Ausdruck gesellschaftlicher Veränderungen.
Vertreterinnen und Vertreter der Stadt- und Geschlechterforschung, der Kultur- und Raumsoziologie, der Geographie und Kriminologie sowie der Stadtplanung und Kommunalpolitik analysieren in diesem Band das Phänomen shopping center. Sie diskutieren deren ökonomische Bedeutung für Städte sowie Wirkungen multidimensionaler Kontrolle und deren Spannungsverhältnis zur Freiheit des Großstädtischen. Sie legen Hintergründe der Attraktivität von procuring shops dar und fragen, inwieweit bei der Implementation und Nutzungsausrichtung Partizipationsmöglichkeiten gegeben sind.
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31). Raum ist damit für Lefebvre gerade nicht jenes Gefäß bzw. jener Container, in dem sich das gesellschaftliche Leben abspielt, sondern selbst ein Produkt gesellschaftlicher Prozesse. Der Gedanke von der Herstellung des Raums durch die Aktivitäten von Akteuren, der sich zwar in Ansätzen bis zu Durkheim und Simmel zurückverfolgen 40 Markus Schroer lässt (vgl. Schroer 2006a), erst jedoch bei Lefebvre in den Mittelpunkt der Analyse gestellt wird, hat die soziologische Beschäftigung mit dem Raum enorm beflügelt.
Schlögel, Rudolf (2003): Im Raume lesen wir die Zeit. Über Zivilisationsgeschichte und Geopolitik, Frankfurt/M. Schneider, Ulrike (1992): Neues Wohnen – Alte Rollen? Pfaffenweiler. Schroer, Markus (2004): Zwischen Engagement und Distanzierung. ): Bourdieu und Luhmann. , 233-270. Schroer, Markus (2005): Zur Soziologie des Körpers, in: Ders. ): Soziologie des Körpers. , 7-47. Schroer, Markus (2006a): Räume, Orte, Grenzen. Auf dem Weg zu einer Soziologie des Raums, Frankfurt/M. Schroer, Markus (2006b): Raum, Macht und soziale Ungleichheit.
Denn immer wieder ist zu beobachten, dass nach der Herstellung der Räume durch Akteure und ihre Aktivitäten nicht gefragt, der Raum, in dem sich Soziales abspielt, vielmehr nach wie vor häufig vorausgesetzt wird. Gerade dann, wenn es in stadtsoziologische Zusammenhängen um die Erfassung der „benachteiligten Wohngebiete“ geht, werden die aus der Medienberichterstattung sattsam bekannten Begrifflichkeiten ebenso übernommen wie die entsprechende Verortung der „Ghettos“ und „Problembezirke“. Statt den medialen wie administrativen Vorgaben zu folgen, wäre es dagegen die Aufgabe der Soziologie, sich etwa im Sinne einer ethnografischen Analyse städtischer Quartiere für die Deutungen und Aneignungsweisen der Bewohner zu interessieren, die sich täglich in diesen Räumen bewegen.



