Kreatives Konfliktmanagement im Gesundheits- und by Lore Wehner
By Lore Wehner
Am Arbeitsplatz wirken sich ungel?ste Konflikte nicht nur auf das Wohlbefinden des Einzelnen aus, sie werden auch rasch zum Kostenfaktor: Verminderte Leistungsf?higkeit, Mobbing und Burnout sind nur einige Folgeerscheinungen. Experten stellen in dem Buch Methoden zur Konfliktbearbeitung und -pr?vention vor, die speziell auf den Gesundheits- und Krankenpflegebereich abgestimmt sind. M?glichkeiten und Grenzen werden anhand von Fallbeispielen aufgezeigt. Ein zukunftsweisender Weg der Konfliktbew?ltigung ist das vorgestellte Konfliktlotsenmodell.
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Sie bedienen sich aber nicht unserer Werkzeuge der "professionell helfenden" Kommunikation. Eine Berufsgruppe ist jedoch so etwas wie "Wanderer zwischen den Welten". Diese Berufsgruppe muss die Aufgaben der oben genannten Gruppen verste hen können. Sie muss aber auch, zumindest teilweise, mit unserem Basiskonzept der professionell helfenden Kommunikation auf "Du und Du" sein. Dies gilt umso mehr in den sozialen, Gesundheits- und Pflegeberufen . 7 Führungskräfte Mehr und mehr erkennen die leitenden Mitarbeiter von Organisationen, dass die "Soft Skills" mehr Gewicht gegenüber den "harten" Fachkenntnissen bekommen sollten, dass Führende und Geführte in ein Beziehungsnetzwerk aus wechselseitigen Bedürfnissen und sich daraus ergebenden Abhängigkeiten eingebunden sind.
Nur solcherart "gelungener" Kommunikation wollen wirdas ist unsere Grundannahme - das Potenzial zu "professioneller Hilfestellung" einräumen. Alltagskommunikatton", noch andere auf dem jeweiligen Gebiet durchaus "professionelle" Kommunikationsformen diesen Anspruch erfüllen können und auch nicht sollen . Gerade im sozialen Bereich, im Gesundheitswesen und in der Pflege ist jedoch ein erhöhter Anspruch an das "Miteinander" zu stellen. Nicht nur das "Miteinander-Wollen ", auch das "Miteinander-Können" sollte in Berufen, welche sich hauptsäch lich um das Wohl von Menschen drehen , besonders gut ausgeprägt sein.
Ein Bespiel dafür ist das "Palavern ", eine Form Konflikte auszuhandeln bzw. beizulegen, bei der nicht die einzelnen Streitparteien, sondern deren jeweilige Dorfgemeinschaft einen Stellvertreter auswählt und in die Verhandlung mit einem ebenso ausgewählten Vertreter der anderen Gemeinschaft, also der Gegenseite, mit dem Auftrag entsendet, zu reden - palavern . D. h. den Konflikt auszuhandeln, nicht auszufechten . Diese Gesellschaftsformen, meist kleinere, zum Teil Insel-Gemeinschaften, hatten es als lebensnotwendig erachtet, Differenzen ohne Gewaltanwendung auszugleichen .



