Erkenntnis und Methode: Geschlechterforschung in Zeiten des by Brigitte Aulenbacher, Birgit Riegraf
By Brigitte Aulenbacher, Birgit Riegraf
Gesellschaftliche Umbrüche lassen auch wissenschaftliche Erkenntnisse, Kategorien, Zugänge, Methoden und Verfahren fraglich werden. In solchen Zeiten ist die Wissenschaft besonders gefordert, sich kritisch und selbstkritisch des erreichten Stands der Dinge zu vergewissern. Auch gilt es, nach neuen Wegen der Erkenntnis zu suchen. Renommierte GeschlechterforscherInnen stellen sich hier dieser Herausforderung.
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Der Sprach- und Schriftverkehr der Wirtschaft
Dia nachstehende Darstellung der Sprachanwendung im Wirtschaftsverkehr will nicht in Wettbewerb treten mit den herkömmlichen Lehrbüchern des Handelsbriefwechsels, die alle denkbaren Geschäftsvorfälle in Musterbriefen zur Einübung und Nachahmung vorführen. Vielmehr setzt sie die Kenntnis der dem Sprachverkehr und Schriftwechsel des Wirtschaftslebens zugrunde liegenden Geschäftsvorgänge und ihrer betriebswirtschaftlichen Gesetze als bekannt voraus und baut ihre Lehrsätze auf dieser Grundlage auf.
Dokumentenlogistik: Theorie und Praxis
Dokumentenlogistik ist ein oftmals unterschätzter Bereich unternehmerischer Abläufe im Dienstleistungsgewerbe: die Leistungsfähigkeit des again workplace ist nahezu unsichtbar, aber umso reichhaltiger. Es ist an der Zeit, diese brachliegenden Potenziale zu heben. Der rechtliche Rahmen dafür ist vorhanden, die technischen Möglichkeiten sind seit Jahren ausgereift.
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Nach den vorliegenden Befunden ziehen Frauen hier den Kürzeren. Beide Probleme sind hausgemacht: 1. 2. Die personalpolitische Entwicklung zu mehr Teilzeit, Befristung und Rotation in den Hochschulen ist politisch gewollt, wälzt die Risiken auf die Einzelnen ab und entlässt die Hochschule aus der Verantwortung für die Familien. Die geschlechtliche Arbeitsteilung in der Familie zeigt eher eine Resistenz der Partner gegenüber der Beteiligung an der Haushalts- und Kinderarbeit. Der Verzicht auf ein Kind/Kinder oder die Verschiebung auf später liegt daher nahe und ist individuell ganz rational.
Dass sich Menschen in den Verhältnissen einrichten, als wären es die ihren, ist ein historisches Faktum, das gleichwohl nicht mit ihrer Rechtfertigung gleichzusetzen ist. Ebenso trifft zu, dass sich Frauen in den Verhältnissen und Beziehungen einrichten, als wären es die ihren. Ursula Müller sieht sowohl die Beteiligung von Frauen an ihrer Diskriminierung als auch ihr Subjektwerden in der Wissenschaft, und bringt dies in methodologischen Überlegungen zum Verhältnis von wissenschaftlicher Arbeit und Politik zum Ausdruck (Müller 1994).
3). Die Sozialwissenschaftler sind kritischer gegenüber den Karrierebedingungen und unzureichenden Förderstrukturen für den Nachwuchs und relativ aufgeschlossen für eine Neuverteilung der häuslichen Aufgaben. B. : 4). Diese Selbstinterpretation ist erstaunlich, weil sie den objektiven Gegebenheiten nicht entspricht, aber als ein Zeichen gelten kann, dass Wissenschaftlerinnen nicht diskriminiert werden wollen, dass ihnen die wissenschaftliche Arbeit besonders viel bedeutet, dass sie um des Erhalts ihrer persönlichen Beziehungen willen Mehrarbeit in Kauf nehmen, dass sie geringe Veränderungen in der Beteiligung der Partner überbewerten und bereits als das ‚Ganze’ nehmen, dass sie so sehr in den überkommenen Bahnen denken und handeln, dass sie für diese Differenzen blind sind, und diese subjektiven Indizien als Beleg dafür herangezogen werden, dass Wissenschaftlerinnen nicht diskriminiert werden.



