Demoskopische Marktforschung by Karl Christian Behrens
By Karl Christian Behrens
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Der Sprach- und Schriftverkehr der Wirtschaft
Dia nachstehende Darstellung der Sprachanwendung im Wirtschaftsverkehr will nicht in Wettbewerb treten mit den herkömmlichen Lehrbüchern des Handelsbriefwechsels, die alle denkbaren Geschäftsvorfälle in Musterbriefen zur Einübung und Nachahmung vorführen. Vielmehr setzt sie die Kenntnis der dem Sprachverkehr und Schriftwechsel des Wirtschaftslebens zugrunde liegenden Geschäftsvorgänge und ihrer betriebswirtschaftlichen Gesetze als bekannt voraus und baut ihre Lehrsätze auf dieser Grundlage auf.
Dokumentenlogistik: Theorie und Praxis
Dokumentenlogistik ist ein oftmals unterschätzter Bereich unternehmerischer Abläufe im Dienstleistungsgewerbe: die Leistungsfähigkeit des again workplace ist nahezu unsichtbar, aber umso reichhaltiger. Es ist an der Zeit, diese brachliegenden Potenziale zu heben. Der rechtliche Rahmen dafür ist vorhanden, die technischen Möglichkeiten sind seit Jahren ausgereift.
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31) Grundlagen 33 Forscher z. B. " Selbstverstandlich erhielt der Interviewer, der die Warum-Frage stellte, hierauf gewohnlich eine Antwort. Es zeigte sich aber bald, daB bei dies em Vorgehen die wahren Zusammenhiinge oftmals unerschlossen blieben. Die Demoskopie hatte viel Lehrgeld in Gestalt unzulanglicher Erhebungen zu bezahlen, bis sie lernte, iiber die Ursachen dieser Fehlschlage Klarheit zu erlangen und daraus methodische Konsequenzen zu ziehen. In der zweiten demoskopischen Entwicklungsphase wurde iibersehen, daB die Auskunftspersonen die ihr Verhalten bestimmenden Faktoren nur unvollkommen erkennen, weil es sich dabei oft urn unbewufite Vorgange handelt.
In dieser Tatsache liegt moglicherweise eine Schwiiche derartiger Erhebungen. Es ist denkbar, daB Panelteilnehmer, ~erade weil sie tiber ihre Einkiiufe AufschluB geben mussen, dazu tendieren, ihr Verhalten bewuBt oder unbewuBt zu veriindern, indem sie etwa mehr kaufen oder hiiufiger die Marke wechseln (Paneleffekt). Nun sind allerdings die Haushaltspanels tiberwiegend so aufgebaut, daB die Hausfrauen uber sehr zahlreiche Waren Buch zu fiihren haben. Damit wird die Tendenz weitgehend neutralisiert, das Kaufverhalten - bewuBt oder unbewuBt - zu iindern.
Allerdings stunde der Weg offen, hiertiber durch eine parallel laufende einmalige und der Auskunftsperson nicht angekundigte Wiederholungsbefragung eines anderen repriisentativen Personenquerschnitts nach dem eingangs geschilderten Modell Anhaltspunkte zu gewinnen. Ein weiteres methodisches Problem der Paneluntersuchungen ergibt sich aus der sogenannten "Sterblichkeit" der Panelteilnehmer. Nach Ablauf einer gewissen Zeit sind bestimmte Angehorige der Panelgruppe aus den verschiedensten Grunden nicht Hinger in der Lage oder willens, ihre Einkiiufe weiterhin aufzuzeichnen.



