Das Publikum der Gesellschaft: Inklusionsverhältnisse und by Nicole Burzan
By Nicole Burzan
Das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft hat die Soziologie von Anfang an beschäftigt. Dieses Buch bietet einen neuen theoretischen und empirischen Ansatz zur Erfassung dieses Verhältnisses. Im Mittelpunkt stehen dabei die Publikumsrollen der Individuen. Dieses ist etwa sufferer im Gesundheitssystem, Angeklagter im Rechtssystem, Zeitungsleser im approach der Massenmedien oder Wähler im politischen process. Diese Rollen stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit der Untersuchung: Wie stellen sie sich hinsichtlich des Vollzugs von Gesellschaft durch die Individuen und der gesellschaftlichen Prägung der Individuen dar? Anders formuliert, geht es um das Publikum der Gesellschaft.
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Mit den bisher angesprochenen Konzeptionalisierungen ist die Entscheidung für die Form der Erhebungsmethode bereits angedeutet, nämlich für eine standardisierte telefonische Befragung, was kurz zu begründen ist. Was jemand tut, kann man prinzipiell auch beobachten. B. die Zeugenaussage vor Gericht, vielleicht auch der Kinobesuch, erforderten jedoch eine Langzeitbeobachtung. Dieses Argument spricht auch gegen ein Zeittagebuch als Erhebungsmethode, wie es etwa die Zeitbudgetstudie 2001/02 des Statistischen Bundesamtes als Instrument nutzt (Statistisches Bundesamt 2004) und das lediglich im Aggregat auch die selteneren Aktivitäten erfasst.
27 28 Im Vergleich dazu betrug der Ausländeranteil an der gesamtdeutschen Bevölkerung im Jahr 2004 8,8% (Statistisches Bundesamt 2006: 28). Die Verteilung der letztlich 2110 Befragten sieht tatsächlich so aus, dass 20 Zellen der 24-FelderTabelle mit mehr als 50 Personen besetzt sind. In vier Außenzellen sind es weniger als 50, aber mindestens 35 Personen. 3 Datenauswertung Zu unserem Vorgehen bei der Auswertung der Daten können wir an dieser Stelle nur einige Hinweise zu spezifischen Aspekten geben; insbesondere wird die Bildung von Indizes der Inklusionsverhältnisse erläutert.
B. Aktivitäten von Eltern beim Eltern-Kind-Turnen. Diese Spezialfälle konnten jedoch nicht erfasst werden, ohne den Rahmen der Befragung zu sprengen. 54 3 Methodisches Vorgehen Je häufiger jemand Sport treibt oder zuschaut beziehungsweise in den Medien etwas über Sport ansieht, hört oder liest, desto intensiver ist die Inklusion. Die Inklusionsintensität steigt zusätzlich, wenn die Aktivität mit anderen und in formalisierter Form durchgeführt wird. In diesem Kontext interessiert uns für die Facetten der Inklusion nicht, welche Sportart jemand treibt und für welche Sportarten sich eine Person besonders interessiert.



