Utopie. Uberlegungen zu einem zeitlosen Begriff by Rolf Schwendter
By Rolf Schwendter
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Was ist Alter (n)?: Neue Antworten auf eine scheinbar einfache Frage
Herausragende Experten aus allen relevanten Fachrichtungen haben für dieses Buch den neuesten Wissensstand zum Thema Alter(n) zusammengetragen. Geboten werden grundlegende und breit gefächerte Erkenntnisse aus den einschlägigen Natur- und Geisteswissenschaften. Im Mittelpunkt der Beiträge stehen die verschiedenen Aspekte des Alters und des Alterns, deren Grundlagen und Folgen sowie Ausblicke auf die Zukunft.
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Sample text
Noch ist es niemandem gelungen, eine ebenfalls antwortvielfältige Form des Kinderaufwachsens zu entwerfen, in welcher weder die Mütter, noch beide Eltern, noch die Kinder, noch alle zusammen in biographisch folgenreiche Leidenszusammenhänge abgedrängt worden sind. Entweder wird auch im utopischen Kontext völlig naturwüchsig vom Elternrecht ausgegangen (was in der Praxis zu 80 Prozent heißen wird, daß an den Müttern die Arbeit hängenbleibt), oder die utopische Lösung entlastet zwar die Eltern, läßt jedoch den Kindern eine Art gehobener Heim-, allenfalls Internatserziehung zuteil werden und sollten die Kinder Pech haben, wäre es nicht einmal eine »gehobene«.
Das große bunte Zukunftsmosaik aus lauter individuellen Entwürfen – die ›Zukunftswerkstatt für Jedermensch‹ – statt nur einiger Einheitskonzepte von Vordenkern? – Arbeiten wir nach dem Gesetz der kleinen Zahl? B. das Umweltbewußtsein ursprünglich durch wenige ausgelöst wurde), also ideenreich einen Bewußtseinsprozeß in Gang setzen, der auf Dauer Verhältnisse durch Verhaltensweisen umzuwandeln vermag. – Welche persönliche Entwicklung, welche neuen Denkschritte, welches Charakterwachstum können wir uns während des Tiefs erarbeiten als Gegengewicht, das dem äußeren Zusammenbruch einen Sinn, sogar einen Gewinn verleiht?
Zum einen weist der Text durch seine Existenz nach, daß es grundsätzlich möglich ist, aus einer je spezifischen Fachorientierung Realutopien abzufassen. Zweitens wird anschaulich gemacht, daß es kein Natur57 gesetz ist, daß Psychoanalytiker und Psychoanalytikerinnen über Sigmund Freuds Fund, Sexualität sei eines der bestimmenden Momente der Entstehung von Kultur, so erschrocken zu sein haben, daß dieser Fund umgehend durch ein besonders ausdrückliches Wohlverhalten wieder kanalisiert werden muß.



