Theorie und Praxis by Jurgen: Habermas
By Jurgen: Habermas
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_, ,........ _........ _. ~~f~h~~::~ez~~]tiire~fe\Is~~~: Widersprücheusw. kritisiert wei:den4o:~- oäi:fdle Wälirlieit einer Theorie unabhängig davon geprüft werden muß, ob sie für bestimmte aktionsvorbereitende Diskurse nützlich ist, ist für Lukacs unerheblich. Theoretische Aussagen sollen unter organisationsbezogenen Fragestellungen selegiert werden. Daher verbietet sich auch ein Spielraum für wissenschaftliche Diskurse innerhalb der Partei. Das würde nur Opportunismus fördern: »Während in der bloßen Theorie die verschiedenartigsten Anschauungen und Richtungen friedlich nebeneinander leben können, ihre Gegensätze nur die Form von Diskussionen annehmen, die sich ruhig im Rahmen ein und derselben Organisation abspielen können, ohne diese sprengen zu müssen, stellen sich dieselben Fragen, wenn sie organisatorisch gewendet sind, als schroffe einander ausschließende Richtungen dar.
Jänrhlinderts1 ; erst durch den Historismus wird sie endgültig gebrochenl. Ihr Flußbett trocknet aus, je mehr der philosophische Lebensstrom in die Kanäle einzelner Wissenschaften abgeleitet wird. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts graben so die neu sich bildenden Sozialwissenschaften auf der einen, die Disziplinen des öffentlichen Rechts auf der anderen Seite der klassischen Politik das Wasser ab. Dieser Prozeß der Loslösung vom Corpus der praktischen Philosophie endet vorerst mit der Etablierung der Politik nach dem Muster einer modernen Erfahrungswissenschaft, die mit jener alten »Politik« nicht viel mehr als den Namen gemein hat.
Auch der Analytiker hat nicht das Recht, pro- 43 spektiv Handlungsanweisungen zu geben: die Konsequenzen für sein Handeln muß der Patient selber ziehen. Aus der retrospektiven Stellung der Reflexion ergibt sich, daß wir wohl durch Aufklärung instand gesetzt werden können, aus einem (dialektischen) Zusammenhang verzerrter Kommunikation herauszutreten. In dem Maße aber, wie uns die Theorie über unsere Gefangenschaft in diesem Zusammenhang aufklärt, bricht sie diesen auch auf. Deshalb ist der Anspruch, mit Einsicht dialektisch zu handeln, sinnlos.



