Gesandte des Zwielichts (Midnight Breed Bd. 6) by Lara Adrian
By Lara Adrian
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Sample text
Von der Feuersbrunst schlug ihr ein Hitzeschwall ins Gesicht, als wäre sie in einem Hochofen gefangen. War das als Warnung oder Drohung gemeint? Hatte er diesen Teil seines Selbst überhaupt noch unter Kontrolle? Sie war sich nicht sicher, ob er dazu noch in der Lage war. Ciaire wich langsam vor den Flammen zurück, ihre Augen weiter fest auf Andreas gerichtet, der ihr mit einem sengenden Blick aus schmalen Augen folgte. Sie suchte nach Vernunft in diesen Augen - nach einem kleinen Rest von Verstand -, aber was zu ihr zurückkam, war die reine Wut.
Aber sie rannte weiter. Völlig außer Atem und zitternd erreichte sie den Waldrand, ihre Füße stolperten über Gras und unebenes Gelände. Sie hob den Kopf und wäre vor Erleichterung fast in Tränen ausgebrochen, als sie das Herrenhaus vor sich aufragen sah. Hinter ihr lagen Dunkelheit und der ferne Feuerschein. Ein Adrenalinstoß schoss in ihren Blutstrom, und Ciaire rannte über den offenen Rasen zum Haupteingang des festungsartigen Anwesens. Die Haustür war nicht abgeschlossen, die Wachen hatten sie vorhin in ihrer Eile, das Haus zu evakuieren, offen gelassen.
Ich habe natürlich davon gehört. Wir alle in der Region waren entsetzt, als uns die Nachricht aus Berlin erreichte. " „Es war ein verdammtes Blutbad", bellte er, fiel ihr mit scharfer, rauer Stimme ins Wort. „Fünfzehn unschuldige Opfer, ausgelöscht auf Wilhelm Roths Befehl. " Verwirrt schüttelte Ciaire den Kopf, erschüttert, wie er nur so etwas denken konnte. „Es gab eine Explosion. Die Ermittler der Agentur sind zu dem Schluss gekommen, dass es ein Leck in der Gasleitung gab. Es war ein Unfall, Andreas.



