An der Zeitmauer by Ernst J??nger

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By Ernst J??nger

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Was ist Alter (n)?: Neue Antworten auf eine scheinbar einfache Frage

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Rom und Romanismus im griechisch-romischen Osten. Mit besonderer Berucksichtigung der Sprache. Bis auf die Zeit Hadrians

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Sie sind nicht weiter ausdeutbare Urbilder. Sie haben »keine Fenster«, wie Leibniz von der Monade sagt. Im Anblick endet die Frage nach dem Warum. Wir fragen auch nicht, warum ein Baum an einer bestimmten Stelle wächst und alt wird 32 und warum dieser Baum gerade ein Ahorn oder eine Linde ist, obwohl zwischen Art und Standort Relationen in Menge bestehen. Zuweilen verstärkt sich dieser Eindruck, wie beim Gang über eine Wiese, auf der Pilze in großen Individuen oder auch in Ringen aufwachsen und über Nacht vergehen.

Nach dieser Theorie müßten die Söldnerheere zunehmen; ihr widerspricht die Totale Mobilmachung. Der Gebildete würde sich durch einen ganz anderen Abstand von den Dingen auszeichnen, durch geistige Gelassenheit, sei es im Sinn der Stoa oder Epikurs. Die Machtfragen würden weniger mit Moralfragen verquickt werden, und umgekehrt. Im allgemeinen würde man angenehmer leben, wie fast immer in Spät- und Verfallszeiten. Von solcher Herbst- und Abendstimmung ist wenig zu bemerken – die Jahre fordern sowohl den Pessimismus wie den Optimismus stärker heraus.

Daher sind schriftlose Völkerschaften, wie die Kelten, »vorgeschichtlich«, nicht aber die um Tausende von Jahren »früheren« Ägypter oder Babylonier. Wenn wir eine Schrift entziffert haben, verändert sich für uns das Wesen des ihr zugehörigen Volkes, als hätten wir einen Schlüssel gefunden, der das Fach aufspringen läßt. So ist zur Zeit das Bild des Alten Orients »in Bewegung«, weil neue Quellen zufließen. Das setzt nicht voraus, daß in diesen Quellen, etwa der sumerischen Literatur, historisches Denken in unserem Sinne obwaltet oder historische Daten markiert werden.

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