Alle meine Freunde sind verrückt: aus dem Leben eines by Sera Anstadt

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By Sera Anstadt

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Natürlich war es für Rafs Entwicklung ungünstig, daß die Scheidung dazukam. Dennoch vermute ich, daß diese Krankheit sich unter allen Umständen manifestiert hätte. Sein Verhalten, wie Sie es beschreiben, weist darauf hin, daß er schon seit seiner frühen Kindheit Schwierigkeiten hatte. Schon früh müssen Eindrücke von außen tief auf ihn eingewirkt haben. Er konnte, wie Sie erzählen, traurige Geschichten aus Büchern nicht aushaken. In Märchen kommen viele Grausamkeiten vor. Die meisten Kinder können das angstvoll genießen, und in der Regel entstehen bei ihnen keine Probleme auf Dauer.

Von dem enormen Schlag, den dieses Gespräch mir versetzte und dem ich nur mit heftig klopfendem Herzen hatte folgen können, erholte ich mich nur langsam. Ich konnte nicht akzeptieren, was man mir erzählt hatte. »So krank ist Raf nicht«, sagte ich zu mir selbst. « Inzwischen zeigte sich, daß Raf sich in der hellen, modernen Klinik nicht zu Hause fühlte. Nachdem er einige Wochen lang fast kein Wort gesagt hatte, fing er wieder zu reden an: »Ich finde es nicht angenehm, daß das Pflegepersonal mich beim Nachnamen nennt und mich mit Sie anredet«, sagte er bei einem meiner Besuche.

Ich hatte die Direktion danach gefragt, und man hatte mir erzählt, es sei die Absicht gewesen, neunzig Personen in Buiten Oord aufzunehmen, man habe jedoch nicht genügend Personal bekommen können. Den ganzen Sommer über besuchte ich Raf jede Woche. Manchmal kam auch Sabina mit. Sie hatte inzwischen in Amsterdam ein Zimmer gefunden. Sie war froh, daß sie wieder mit Raf reden konnte, und sie weigerte sich, den Ernst seiner Krankheit zu akzeptieren. »Ich kenne ja mehrere Leute, die in einer Klinik waren und jetzt wieder gesund sind«, sagte sie.

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