Diskursiver Journalismus by Carsten Brosda
By Carsten Brosda
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23 Die frühe Publizistikwissenschaft strukturiert ihren Gegenstand definitorisch; ihre Systematiken dienen der Aufgabe, implizite normative Ordnungen zu stabilisieren und der Betrachtung publizistischer Äußerungen und Prozesse zugrunde zu legen. 26 19 20 21 22 23 24 25 26 Diese Kategorie ist nicht trennscharf, sondern bezeichnet im Folgenden Bücher über Journalismus, die entweder aus der Praxis heraus Praxis reflektieren oder aber sich als Handreichungen für die Praxis verstehen, ohne primär wissenschaftlich fundiert zu sein.
B. a. 2000; Theis-Berglmair/Kohring 2000; Brosius 2000; 1998a; 1994b; Rühl 1993b; Merten 1993; Baum/Hachmeister 1982; Saxer 1980. Auch in zahlreichen Lehrbüchern finden sich Überblicke über die Diskussion: vgl. S. Vgl. ; vgl. Neverla/Grittmann/Pater 2002a Vgl. zum Überblick den Sammelband von Burkart/Hömberg 1995. Eine erwähnenswerte Ausnahme ist der Sammelband von Löffelholz 2000a, dessen Neuauflage (Löffelholz 2004) den Pluralismus des Diskurses leider gleich wieder einschränkt. a. (2000), die gerade auch in dem Versprechen auf eine berufsbezogene Ausbildung an Journalistik-Instituten einen Grund für das Ausbleiben theoretischer Arbeit vermuten.
Im ‚Wörterbuch der sozialistischen Journalistik‘ wurde die Disziplin wie folgt beschrieben: „Marxistisch-leninistische Gesellschaftswissenschaft, die den Journalismus als Erscheinung des ideologischen Klassenkampfes und als geistig-praktische Tätigkeit untersucht. Ihre besondere Aufmerksamkeit gilt dem sozialistischen Journalismus als einem Führungs- und Kampfinstrument der Arbeiterklasse beim Aufbau des Sozialismus und im ideologischen Kampf gegen den Kapitalismus. 69 Aus dieser Sichtweise war es den Leipziger Forschern nicht möglich, aus den bereits etablierten Ansätzen der Publizistikwissenschaft und der neuen US-amerikanischen ‚mass communication research‘ einen eigenen Ansatz weiterzuentwickeln, wie es im Westen geschehen ist.



